Pavel Stanek - Die große Seefahrt 1492 - Kolumbus (the Great Journey 1492)
Pavel Staneks große Fantasie über Entdeckung Amerikas

Pavel Stanek - Die grosse SeefahrtPavel Staneks große Fantasie über Entdeckung Amerikas ist weniger eine Fantasie sondern viel mehr ein gewaltiges Epos in höchstem Schwierigkeitsgrad. Das Ober- bis Höchststufenstück sucht ein Orchester das mutig genug ist an Bord der Santa Maria zu gehen um mit Kolumbus die neue Welt zu entdecken.

Am Ende des einleitenden Gebets durch die Holzbläser ertönt ein Signal das die Bevölkerung in den Hafen ruft um die Seeleute zu verabschieden. Von Abschiedsschmerz und der Reise ins ungewisse ist allerdings in diesem Teil nicht viel zu spüren, vielmehr gleicht es einem fröhlichen Fest mit der Hoffnung das schon alles gut geht. Von der beschwingten Fröhlichkeit im Hafen ist während der Seefahrt allerdings nicht mehr viel übrig. Eher etwas düster und durch Ungewissheit geprägt bahnen sich die Schiffe durch die leichten Wogen des Meeres, ein leichter aufkeimender Funken Hoffnung wird jäh durch die aufkommende Flaute erstickt. Sengende Hitze und Hoffnunglosigkeit machen den Seeleuten zu schaffen und der aufkommende Sturm zerrt an den Kräften der Männer. Der Sturm hält aber nicht sehr lange an und dann ist auch schon Land in Sicht. Schade, denn das kommt doch etwas zu früh, die Seeleute dürfen aber dennoch freudig feiern, auch wenn sie nicht wissen das sie gar nicht in Indien sondern an der Westküste von Amerika gelandet sind. Die Danksagung beschreibt sehr schön den Moment der Landung und greift das Motiv des Gebets wieder auf um dann im abschließenden Hymnus ein versöhnliches Ende zu finden.

Insgesamt ist "Die große Seefahrt" ein tolles Stück mit einem grandiosen Finale das seines gleichen sucht. Allein schon wegen der letzen 50 Takte lohnt sich die Einarbeitung dieses Werkes. Pavel Stanek interpretiert die Reise von Kolumbus auf seine eigene Art und Weise und hält sich nicht allzu lange an Details auf, der Sturm ist etwas kurz geraten, Stanek selber sagt zu dem Teil: "Quälen Sie Ihre Musiker nicht mit jeder einzelnen Note, besonders im Teil 'sturm'. Gestalten Sie diesen nach Ihren persönlichen Vorstellungen. Natürlich ist es wichtig, dass die Hörner, Posaunen und Tuben ihren Part überzeugend spielen, die Illusion des Sturmes erzeugt aber das Schlagzeugregister.“


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