Deutschmeister Regimentsmarsch

Komponist: Wilhelm August Jurek
Grad: Mittelschwer
Spielzeit: 02:42 min

In Österreich das ehemalige Infanterieregiment Nr. 4 (Hoch- und Deutschmeister). Noch heute bekannt die Deutschmeister-Musikkapelle in Wien.

Seit 1530 Titel für das Oberhaupt des Deutschen Ordens, der nach der Umwandlung des preußischen Ordensgebietes in einen weltlichen Staat auf das übrige Deutschland beschränkt blieb. Der jeweilige Hoch- u. Deutschmeister wurde seit dem 19. Jahrhundert von einem österreichischen Erzherzog gestellt.

Vertreter des Hochmeisters des Deutschen Ordens, dem alle Ordensprovinzen im Reich unterstanden (bis auf die 5 Balleien Etsch, Österreich, Böhmen, Koblenz und Elsass, die seit 1360 dem Hochmeister direkt unterstellt waren). Gegen Ende des 14. Jahrhunderts erhielt der Deutschmeister zu seinen 12 deutschen Balleien auch die Leitung über die restlichen Ordensprovinzen am Mittelmeer und nannte sich seitdem Meister in deutschen und welschen Landen.

Wilhelm August Jurek
Wilhelm August Jurek (geb. Wien, gest. 1934) schrieb 1893 den „Deutschmeister-Regimentsmarsch" für das Infanterieregiment „Hoch- und Deutschmeister", das zugleich das Wiener Hausregiment war.

Hatte bis 1866 jedes Regiment seine eigene Musikkapelle, so war ab diesem Zeitpunkt die Infanterie die alleinige Trägerin der österreichischen Militärmusik.

Neben den Paraden und anderen militärischen Ereignissen gestaltete die Militärmusik auch das öffentliche Konzertleben, vor allem durch Platzkonzerte in Parkanlagen, die für jedermann zugänglich waren, mit.

Deutschmeister, volkstüml. Name für das ehem. Wr. Hausregiment, das Infanterieregiment "Hoch- und Deutschmeister" Nr. 4 (eingeführt 1696), Egalisierung himmelblau (dunkelblauer Rock, blaue Hose - ab 1908 nur noch bei Paraden). Regimentsinhaber (zuletzt nur noch Ehrentitel) war der jeweilige Hoch- und Deutschmeister. Traditionstruppenkörper im Bundesheer der 1. und der 2. Republik (dzt. Jägerregiment 2). Traditionstag 18. 6. 1757 (Schlacht bei Kolin). In der dt. Wehrmacht trug die 44. Infanterie-Division den Namen "Hoch- und D." (in Stalingrad vernichtet, dann wieder neu aufgestellt). Bekannt ist heute noch die D.-Musikkapelle und der 1893 von W. A. Jurek komponierte D.-Regimentsmarsch. D.-Denkmäler an verschiedenen Orten, u. a. von A. Weber und J. Benk neben der Roßauer Kaserne in Wien.

Der Deutschmeister Regimentsmarsch wird oft auch als Hoch- und Deutschmeister bezeichnet, was aber völlig falsch ist. Während der
Hoch- und Deutschmeister Marsch von Dominik Ertl eher dem Oberhaupt des Deutschen Ordens gewidmet war, bezog sich der Deutschmeister
Regimentsmarsch von Wilhelm August Jurek auf das Infanterieregiment "Hoch- und Deutschmeister" Nr. 4, das Zugleich das Wiener Hausregiment war. W. A. Jurek diente selbst 3 Jahre bei den Deutschmeistern. Die Infanterie Österreichs war ab 1866 alleinige Trägerin der Militärmusik
wovon auch heute noch die Deutschmeister Musikkapelle bekannt ist.


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